Frauenarztpraxis Dr. E. Renner
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hormonelle Verhütung

orale Kontrazeption (= Pille)

Pillen gibt es ganz unterschiedliche: man kann primär zwei Formen unterscheiden: die Kombinationspräparate, in denen Östrogene und Gestagene kombiniert werden, und die reinen Gestagenpillen. Auch die Kombinationspräparate werden wieder je nach Zusammensetzung der beiden Hormonkomponenten unterteilt, so daß Pillen für unterscheidlichste Probleme zur Verfügung stehen.
Gestagenpillen sind für Raucherinnen, in der Stillzeit oder für Frauen, die aus anderen Gründen keine Östrogene zu sich nehmen sollen, geeignet.

Die Pille ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel, die größste Gefahr ist das Vergessen der regelmäßigen Einnahme. Manche Antibiotika, sowie Johanniskraut schwächen die Wirkung der Pille ab. Durchfälle können dafür sorgen, daß die Wirkstoffe der Pille nicht aufgenommen (resorbiert) werden.

Hormonring

Dieser elastische Kunststoffring wird zum Zyklusbeginn in die Scheide eingelegt, verbleibt dort für 3 Wochen und gibt kontinuierlich Hormone (Östrogene und Gestagene) an den Körper ab. Danach wird er entfernt und eine Pause von 7 Tagen eingehalten, in der es meist zur Periodenblutung kommt, bevor der nächste Ring eingelegt wird. Der Ring funktioniert also ähnlich wie die “Pille”, nur die tägliche Einnahme fällt weg, außerdem gibt es bei Durchfall oder Antibiotika-Einnahme keine Probleme mit der Verhütungs-Sicherheit.

Hormonpflaster

 

Das Hormonpflaster gibt es nicht nur für Wechseljahrsbeschwerden, sondern auch zur Verhütung. Natürlich enthält das Verhütungspflaster andere Hormone als Hormonpflaster für Wechseljahrsbeschwerden. Ansonsten funktioniert es ähnlich wie der Hormonring, die Hormonaufnahme erfolgt beim Pflaster über die Haut.

 

3-Monatsspritze

Bei der sog. 3-Monatsspritze wird ein Hormondepot (Gestagen) gespritzt, daß für 3 Monate die Verhütung gewährleistet. Ein Vergessen ist hier also nicht möglich. Meist wird die Blutungstärke deutlich reduziert, viele Frauen haben gar keine Periodenblutung mehr.

Implantat

Wirkdauer ist hier 3 Jahre, das Implantat wird im Oberarm (unter der Haut) platziert und gibt kontinuierlich Hormon (Gestagen) ab. Auch hier kann kein Einnahmefehler die Sicherheit der Verhütung gefährten.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß es unter dem Implantat bei ca. 25% der Frauen zu Dauer (Schmier-) Blutungen kommt, bei anderen aber wird die Blutung deutlich schwächer oder fällt ganz weg. In  Ausnahmefällen kann das Implantat verrutschen, die Verhütungssicherheit ist dadurch nicht beeinträchtigt, aber das Entfernen wird dadurch deutlich erschwert.

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